Die Feier der Firmung

 

 

Im Sakrament der Firmung schenkt Gott uns in seinem Heiligen Geist auf besondere Weise die Kraft, als Christ zu leben und in Wort und Tat Zeugnis von unserem Glauben zu geben. Der Geist Gottes bewegt und verändert die Menschen, wenn sie sich für ihn öffnen. Die Bibel hat viele Bilder für sein Wirken.

Bereits im ersten Buch der Bibel, der Genesis, lesen wir: Bei der Schöpfung schwebte der Geist Gottes über dem Wasser; am Pfingsttag beschreiben Sturmwind und Feuer seine lebendige und verändernde Kraft. Die Darstellung der Taube (z.B. bei der Taufe Jesu, Mt 3,13-17 u.a.), wie wir sie auch auf vielen Gemälden finden, weist auf Frieden und Versöhnung hin. Zusammen mit der Taufe und der Eucharistie gehört die Firmung zu den sog. Initiationssakramenten - zu den Sakramenten der Eingliederung. Nur wer getauft ist, kann das Sakrament der Firmung empfangen. Die Firmung baut auf der Taufe auf.

 

Der Spender der Firmung ist der Diözesanbischof, einer seiner Stellvertreter oder vom Bischof besonders für diesen Dienst ernannte Priester seiner Diözese. Im Notfall oder etwa bei der Taufe von Erwachsenen, die am gleichen Tag zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gehen und gefirmt werden, spendet meist der zuständige Pfarrer auch das Sakrament der Firmung.

 

Der Bischof oder sein Stellvertreter streckt bei der Firmung die Hände über die Firmlinge aus und ruft im Gebet den Heiligen Geist auf sie herab. Dann zeichnet er jedem einzelnen das Kreuzzeichen auf die Stirn. Dabei spricht er: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist". Zugleich salbt er die Stirn mit Chrisam, ähnlich wie bei der Taufe.