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Die Feier der Krankensakramente |
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Wenn wir Menschen krank werden, leidet nicht nur unser Leib: auch unsere Seele hat dann Schweres zu ertragen. Vieles, was bisher selbstverständlich war, wird plötzlich fragwürdig: unsere Kraft in uns selbst und unser Vertrauen in die Zukunft. Es ist eine schlimme Erfahrung, von einem Tag auf den anderen nicht mehr die gewohnte Arbeit tun zu können und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Viele geraten durch bestürzende Erfahrungen in Angst und Sorge, wissen manchmal nicht, wie sie den nächsten Tag noch durchstehen können. Auch die Nahestehenden sind oft überfordert, hilflos, ratlos. Dann ist es gut, über diese Not sprechen zu können. Die in der Krankenhausseelsorge tätigen Frauen und Männer haben für Sie Zeit und ein offenes Ohr. Tiefer und weiter als Worte reichen in manchen Lebenssituationen Symbole und Zeichenhandlungen. |
Infoblatt "Krankensalbung" |
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Ernsthaft Erkrankten spendet deshalb die katholische Kirche das Sakrament der Krankensalbung. Durch dieses heilige Zeichen erfährt die erkrankte Person: Ich bin in meiner Not nicht alleingelassen. Jesus Christus, der unter Schmerzen sein Kreuz getragen hat, ist mir im Sakrament nahe und ich ihm. Er gibt mir Kraft auf meinem Weg, auch und gerade dann, wenn dieser Weg mein letzter sein sollte. | |
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Kranke bedürfen besonders der Hilfe und des Gebets der christlichen Gemeinschaft. Die Sorge Jesu für die Kranken und Notleidenden durchzieht das Neue Testament wie ein roter Faden. In vielerlei Weise kümmerte er sich um sie, er tröstete und heilte. Es gehörte so sehr zu seiner Persönlichkeit und seinem Wesen, dass er den Beinamen „Heiland" bekam. Wenn wir Kranke besuchen, wenn Kommunionhelferinnen den Leib Christi zu kranken und alten Menschen bringen und mit ihnen beten, ist für sie vielleicht etwas von der Solidarität der christlichen Gemeinde zu spüren. Auch wenn sie als alte oder kranke Menschen nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen können, gehören sie doch weiterhin zur großen Gottesdienstgemeinde der Kirche. Schön ist es, wenn auch die Angehörigen an der Feier teilnehmen können. Dass eine solche Haltung bereits bei den ersten christlichen Gemeinschaften zu finden ist, lesen wir zum Beispiel im Jakobusbrief (5,14 f):
„Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich: Sie sollen für ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das Gebet aus dem Glauben wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begannen hat, werden sie ihm vergeben",„... und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie".
Der besondere Dienst, von dem hier die Rede ist, die Salbung mit Öl, vollzieht der Priester bis heute an schwerkranken Menschen. Das Sakrament der Krankensalbung soll dem Schwerkranken beistehen, ihn stärken, trösten und Hoffnung schenken. Dies zeigt schon, weshalb der Begriff „Letzte Ölung" heute nicht mehr verwendet werden sollte. Auch kann das Sakrament nicht an bereits Verstorbene gespendet werden. (Dies gilt natürlich grundsätzlich für alle Sakramente!) Jeder Schwerkranke, nicht nur, wenn er in Lebensgefahr schwebt, kann es empfangen, auch mehrmals in seinem Leben. Soweit es möglich ist sollte man „Aufklärungsarbeit" leisten und versuchen, die Angst vor diesem Sakrament, die noch immer, vor allem bei älteren Menschen, gegeben ist („So krank bin ich doch noch nicht"; „Ich will doch noch nicht sterben" o. ä.), wegzunehmen. Die heute öfter angebotenen Krankengottesdienste mit Spendung der Krankensalbung können möglicherweise ebenso dazu beitragen, dass die „heilende Funktion" des Sakraments wieder deutlicher wird. Im Mittelpunkt steht, wie der Name schon sagt, die Salbung des Kranken mit Öl. Während der Priester dem Kranken Hände und Stirn salbt, spricht er die Worte:
„Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes." Und: „Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf".
Man kann bei den Krankensakramenten unterscheiden zwischen: |
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- dem Krankenbesuch mit Überbringung der Krankenkommunion - der Krankensalbung - der Wegzehrung bei Todesgefahr und - der Spendung der Sakramente der Buße, der Krankensalbung und der Wegzehrung bei einem Kranken in unmittelbarer Todesgefahr (Versehgang) |
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Info-Material zum Thema Krankensalbung finden Sie auch in unserem Infostand in der Kirche |