Schwesternkonvent ADJC

Konvent

143 Jahre Schwestern in Bilk

 

In unserer Chronik lesen wir, dass auf Wunsch der Fürstin von Hohenzollern und durch die Vermittlung der Gräfinnen von Spee und von Goldstein, Schwestern aus dem Mutterhaus in Dernbach nach Düsseldorf gerufen wurden.

 

Am 13.Juli 1859 kamen ersten drei Schwestern – begleitet von unseren Gründerin M. Maria Kasper – nach Bilk

 

Am 15. Juli 1859 wurden sie von Pastor Palm feierlich eingeführt. In einer Mitwohnung (Neusser Str.) fanden sie ihre Unterkunft. Schon am 2. Oktober 1860 bot Graf Spee den Schwestern ein größeres Haus in der Martinstr. 7 an. In diesem Haus nahmen sie die ersten Waisenkinder auf. Die Schwestern widmeten sich anfangs der ambulanten Krankenpflege. Sie betreuten und pflegten einsame Kranke und Arme. Die erste Oberin – Schwester Ramona schrieb: “es war ein schwerer Anfang“ und mit den vielen Menschen der Stadt teilten sie das Brot der Armen.

 

1865 erhielten die Schwestern die Erlaubnis, eine Privatschule in ihrem Haus zu errichten. Während der Kriege 1866, 1870/71 und 1914/1918 wurden die Schwestern in Feldlazarette und Heimatlazarette dienstverpflichtet.

 

1885 gab es in der Martinstraße eine ordenseigene Bewahrschule.

 

1887 nahmen die Schwestern sich der Pflege und Erziehung der verwahrlosen Kinder an.

 

1891 übernahm eine Schwester die Leitung der Kleinkinderschule in der Neustadt, die im Jahre 1933 durch die nationalsozialistische Diktatur unterbrochen wurde.

 

1937 kündigte die Stadtverwaltung Düsseldorf die Arbeitsverträge mit den Schwestern und besetzte die vakanten Stellen mit weltlichen Kräften.

Als NSV – Kindergarten wurde er bis Ende des zweiten Weltkrieges weitergeführt. Die Ordensschwestern haben trotz Kündigung der Arbeitsverträge die Vorschultätigkeit und Kleinkindererziehung fortgeführt. Als die Räumlichkeiten in der Martinstr. 7 nicht ausreichten, wurde mit Genehmigung des Bilker Kirchenvorstandes die Unterhausräume des alten Bilker Pastorats (Martinstr. 58) zu einem geräumigen Kindergarten umgebaut.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Reservelazarett in der Gladbacherstraße als Hilfskrankenhaus den Städtischen Krankenanstalten angeschlossen.

 

1923 wurde das St. Martinus-Krankenhaus als selbständiges Krankenhaus anerkannt.

Außer dem St. Martinus-Krankenhaus hatten wir in Düsseldorf noch folgende Filialen:

- das St. Josef Krankenhaus in Benrath

- das Marienstift in der Ellerstraße in Oberbilk

- das Josefinenstift in der Thalstraße

- das Rochusstift in der Derendorfer Straße

- das Cäcilienstift in Benrath

- den Kindergarten St. Martin in der Gladbacher Straße

 

Leider mussten alle Filialen durch Nachwuchsmangel aufgehoben werden

 

2007 = 148 Jahre Schwestern in Bilk

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